Publikation von Christoph Puppe

Cloud-Sicherheit: Cloud Security Operations Center im Vergleich

2021 · iX 7/2021 · 24.06.2021 · Christoph Puppe

„Sicherheit ist kein Projekt, sondern ein Prozess“ sagt sich leicht, die Umsetzung im IT-Alltag ist es nicht. Gartner nennt die kontinuierliche Überwachung der Cloud-Infrastruktur Cloud Security Posture Management; der Artikel vergleicht AWS Security Hub, Azure Security Center und Googles Security Command Center. Bei AWS merkt man das Alter des Marktführers: Die Dienste von GuardDuty bis Detective sind ausgereift, aber der Hub reagiert nur nachträglich, statt verbotene Einstellungen zu verhindern, und die Regionalität erzwingt Aggregatoren. Jede Regel ist eine Lambdafunktion und kostet pro Bewertung 0,1 US-Cent; das AWS Security Finding Format ist immerhin eine vorbildliche Grundlage für Partnerintegrationen. Azure bringt mit Abstand die meisten Funktionen kostenlos mit, kann als einziges Produkt Richtlinien schon vorab durchsetzen und überwacht auch AWS und GCP; der Defender kostet rund zwei Euro-Cent pro Ressource und Stunde. Google stellte keinen Zugang zum Premiumangebot ab mindestens 25 000 US-Dollar bereit; die getestete Basisversion hinterließ einen unfertigen Eindruck, mit Security Hub und Security Center kann der SCC bei Weitem nicht mithalten. Das Fazit nimmt die Kunden in die Pflicht: Die Cloud erledigt vieles automatisiert zuverlässiger, aber die Verantwortung für Code und Konfiguration bleibt beim Kunden, der diese Werkzeuge auch nutzen muss. Wer maximale Sicherheit braucht, kommt um ein vollständiges CWPP für Container ohnehin nicht herum.

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