Publikation von Christoph Puppe
Drei Fragen und Antworten: Was kann man gegen unsichere Kubernetes-Cluster tun?
Interview zur iX-Titelstrecke 12/2022, geführt von Jonas Volkert; Christoph Puppe ist hier der Befragte. Warum kann der Betrieb über Kubernetes sicherer sein als traditionelle IT? Container sind zunächst ein Paketierungswerkzeug, mit den Namespaces im Kernel und den Limits der cgroups aber auch eine Sicherheitsbarriere in der Tradition von chroot und den Jails unter BSD. Wo das BSI früher einen Dienst pro Server forderte, gibt es heute einen Dienst pro Pod, automatisch überwacht und neu gestartet. Klar gesagt wird auch: Ein frisch implementierter Cluster ist erst einmal sehr unsicher, erst die Parametrisierung von IAM über Netzrichtlinien bis zur Überwachung bringt den Vorsprung. Einen eigenen Plan brauchen Admins nicht: Empfohlen werden die Grundschutz-Bausteine SYS.1.6 Containerisierung und APP.4.4 Kubernetes, die der Befragte selbst schreiben durfte, ergänzt um den CIS-Benchmark mit seinen extrem detaillierten Konfigurationsvorgaben. Die Kernel-Mechanismen Capabilities, SECCOMP und SELinux könnten viele Angriffe verhindern, doch kaum jemand nutzt sie, weil ein zu enges Profil erlaubte Prozesse beendet; Automatisierung und solide Tests sind die Chance auf restriktive Profile je Container, kommerzielle Cloud Workload Protection Platforms erlernen sie durch Beobachtung. Die Kernaussage: Mit den richtigen Maßnahmen ist eine mit K8s verwaltete Container-Infrastruktur der traditionellen IT auch in puncto Security überlegen, aber geschenkt bekommt man diesen Vorsprung nicht.
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