Publikation von Christoph Puppe

GitLab Enterprise Ultimate als DevOps-Toolchain für Entwickler

2020 · heise online · 28.05.2020 · Christoph Puppe

Schon der Name deutet es an: GitLab bietet den Git-Server, dazu Benutzerverwaltung, Runner, Wiki, Issue Tracker, Container-Registry, Sicherheitsscanner, Multi-Cluster-Management und Monitoring, alles unter einer Oberfläche. Getestet wurde die Enterprise Edition 12.8.1-ee mit Ultimate-Lizenz. Die Installation auf Ubuntu scheiterte an einem Bug im Skript, das Einspielen per Helm auf einem GKE-Cluster war dagegen in unter 30 Minuten erledigt. Die Ultimate-Lizenz liefert die Automatisierung der Codeanalysen: SAST, Dependency-Scanner, DAST, Container-Scans mit Clair, Lizenz-Scan sowie Security- und Compliance-Dashboards. Beim Berechtigungsmanagement folgt GitLab RBAC mit fünf Rollen und ist per OAuth 2 nicht nur Client, sondern selbst Identity Provider; das Einrichten eines FIDO2-Tokens klappte reibungslos. Als Testobjekt diente WordPress 4.8.1 mit 31 gelisteten Verwundbarkeiten; aus gefundenen Problemen erzeugt GitLab automatisch Issues und Merge Requests. Doch genau hier zeigte sich die Schwäche: Die Auto-DevOps-Pipeline brach bei den vier Testprojekten fast immer beim Build oder einer späteren Stage ab, gefundene Schwachstellen tauchten nicht in Dashboards oder Issues auf, und der Support-Call war zum Redaktionsschluss noch offen. Das Fazit bleibt trotzdem wohlwollend: Für fast jede Einzelfunktion existiert ein Spezialwerkzeug mit mehr Tiefe, das dann aber selten gut integriert ist. Wer Anwendungen in einer Oberfläche schreiben, verwalten, deployen und überwachen will, ist mit GitLab sehr gut bedient. Monatlich 99 US-Dollar pro User sind nicht billig, doch der Wegfall des ständigen Medienbruchs eines Dutzends Einzelwerkzeuge dürfte das in den meisten Fällen ausgleichen.

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