Publikation von Christoph Puppe

Hack-O-Mat: automatisierte Einbruchtests

2004 · iX 10/2004, S. 72–75 · Christoph Puppe

Der erste iX-Test von Core Impact, damals die einzige Software, die den kompletten Ablauf eines Penetrationstests abbildete, vom ersten Scan bis zum Bericht. Die Testumgebung war bewusst realistisch gebaut: zwei gestaffelte DMZs mit sechs Systemen von Windows 2003 bis Solaris, erreichbar nur über sechs freigegebene Ports. Genau daran scheiterte das Werkzeug: Da die meisten Exploits einen Agenten mit zusätzlichem Port brauchen, blockierte die gepflegte Firewall alle Angriffe; erst nach ihrem Abschalten fielen die Windows-Systeme, und selbst dann blieben die Ergebnisse spärlich, weil die rund 100 mitgelieferten Exploits zu wenige waren, während allein Securiteam damals um die 500 listete. Die Stärken ebenso konkret: Erkundungsmodule, die etwa zehn Einzelwerkzeuge ersetzten, eine offene Python-Modularchitektur und die lückenlose, zeitgestempelte Protokollierung, die für Tiger Teams unverzichtbar ist. Das x-TRACT-Fazit hat zwei Jahrzehnte gehalten: Kompetenz lässt sich auch in diesem Fall nicht durch Software ersetzen; als ein Werkzeug unter vielen ist es eine sinnvolle Ergänzung.

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