Publikation von Christoph Puppe

Schein der Weisen: Zertifizierung für IT-Sicherheitsspezialisten

2004 · iX 4/2004, S. 113–117 · Christoph Puppe

Der erste iX-Artikel überhaupt: ein Vergleich der internationalen Zertifikate für IT-Sicherheitsfachleute, von CISSP und SSCP der ISC2 über CISA und CISM der ISACA bis zu den GIAC-Modulen des SANS-Instituts und COMPTIAs Security+. Die Zahlen zeigen, wie jung das Feld hierzulande war: Unter gut 22.100 CISSP-Zertifizierten weltweit fanden sich genau 93 Deutsche, und von 450 CISSP-Stellenanzeigen stammte keine einzige aus Deutschland. Der Text sortiert die Anbieter nach Anspruch: Die ISACA verlangte fünf Jahre überprüfte Berufserfahrung, der COMPTIA genügten zwei Jahre als bloße Empfehlung. Die GIAC fiel aus dem Rahmen: als einzige mit praktischen Arbeiten statt reinem Multiple Choice, und mit dem GSE, den nach viertägiger Prüfung erst zwei Menschen weltweit trugen. Die Empfehlung ordnet jedem Ziel sein Zertifikat zu: CISSP, CISA und GSE für den umfassenden Nachweis, CISM für Manager, Security+ für Einsteiger. Der Autor hat die Frage praktisch beantwortet: erst CISSP, seit 2008 Auditteamleiter für ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz.

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