Publikation von Christoph Puppe

Riegel vorgeschoben: Sicherheit in VMwares Infrastructure 3

2008 · iX 2/2008, S. 131–135 · Christoph Puppe

Härtungsleitfaden für VMwares Infrastructure 3, damals die führende x86-Virtualisierung. Der Text zerlegt die Architektur in ESX Server, Konfigurationsdatenbank, Virtual Center und Verwaltungs-Client und ordnet nüchtern ein: Die EAL-Zertifizierung beschreibt nur das Prüfniveau, nicht die Sicherheit, und bis dahin war genau eine Verwundbarkeit veröffentlicht, die einen Angriff aus einer virtuellen Maschine heraus erlaubt hätte. Die zentralen Regeln gelten sinngemäß bis heute: strikte Trennung des Verwaltungsnetzes per Switch oder VLAN, Rollen bis hinunter zur einzelnen VM, kein SSH für Root, CA-signierte Zertifikate schon bei der Installation, auf dem Console OS nur VMware-Patches und keine Schutzsoftware. Als eigentlichen Schwachpunkt identifiziert der Text das SAN: Wer eine LUN mounten kann, übernimmt die darauf liegenden virtuellen Maschinen, an sämtlichen im Virtual Center eingestellten Rechten vorbei; nur genaue Planung der SAN-Zonen und Masken trennt die Systeme wirklich. Das Fazit trennt sauber: Gegen produktive VMs spricht unter Sicherheitsaspekten wenig, aber Maschinen mit weit auseinanderliegenden Sicherheitsklassen gehören auf keinen Fall in dieselbe Infrastruktur. Fünfzehn Jahre später kam exakt dieselbe Frage für Kubernetes-Cluster wieder.

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